DIY: Sukkulenten-Terrarium

Schon länger hatte ich die Idee, ein kleines Terrarium mit Sukkulenten zu bepflanzen. Mittlerweile sind die ja wieder total »in« – es gibt kaum einen Inneneinrichtungsblog, auf dem nicht irgendwo Sukkulenten zusammen mit geometrisch geformten Terrarien auftauchen (z.B. hier bei Jana oder Mira). Da es hier in der Gegend aber keinen Laden gibt, in dem man so ein geometrisches Terrarium kaufen kann und diese ziemlich teuer sind, entschied ich mich für eine praktischere, günstigere Variante.

Ich habe mir das Glasgefäß, welches ihr auf dem Bild erkennen könnt, für 9€ bei »Deals by Depot« geholt. Das ist quasi ein Depot-Outlet, welches wir hier in Egelsbach im Industriegebiet haben. Dort gibt es all die schönen Dinge etwas günstiger, weil sie (vermutlich?) von der (vor)letzten Saison sind. Aber das macht ja nichts, denn Gläser haben ja eigentlich immer Saison, da kommt es ja auf die »Füllung« an!


Wenn ihr euch solche Gefäße für Sukkulenten online kaufen wollt, würde ich euch an dieser Stelle etsy empfehlen. Dort gibt es eine große Auswahl.


Für die Sukkulenten sind wir nach Dreieich-Sprendlingen zum OBI-Baumarkt gefahren. Ich wusste, dass man dort eine ganz gute Auswahl hat, weil ich dort schon die Carnivoren für meinen Freund gekauft habe. Nach etwas Hin und Her haben wir uns dann für einen etwas größeren und drei kleinere Pflanzen entschieden (Preise 2–5€). Außerdem haben wir einen 5l-Beutel Kakteen- und Sukkulenten-Erde (ca. 5€) mitgenommen, da wir ja etwas bessere Erde für unser Terrarium benötigen. Und die kleine, auf dem Foto erkennbare Echse, hat uns auch so gut gefallen, dass sie noch mitgekommen ist. In der Deko-Abteilung haben wir uns dann noch zwei Flaschen mit Dekosteinchen für je 2€ gekauft (hellere und dunklere, damit der Grund dann etwas natürlicher aussieht).

Jedenfalls habe ich gestern nach langer Zeit mal wieder selbst Deko- & Gärtner-Hand angelegt. Dieses einfache Sukkulenten-/Kakteen-Terrarium schmückt nun unseren Wohnzimmer-Tisch. Endlich katzensichere Pflanzen, die sich auch wehren können! Und es war wirklich einfacher als gedacht.

Dieses einfache Sukkulenten-/Kakteen-Terrarium schmückt nun unseren Wohnzimmer-Tisch.

Kommen wir jetzt zum eigentlichen DIY-Teil dieses Posts.

Material

Wie oben bereits in Prosa ausgeführt, benötigt ihr für eure eigenes, kleines Terrarium folgende Dinge:

  • ein Gefäß, in dem die Sukkulenten plaziert werden (z.B. ein Deko-Glas oder eines dieser tollen geometischen Gewächshaus-ähnlichen Terrarien)
  • Deko-Sand oder -Steinchen
  • Sukkulenten-Erde
  • Sukkulenten eurer Wahl (je nach Gefäßgröße auszuwählen)
  • eventuell weitere Deko für das Gefäß

Anleitung

Zuerst reinigt ihr das Gefäß, in welchem eure Sukkulenten später sitzen sollten, mit klarem Wasser. Dann füllt ihr eine Schicht Deko-Sand oder -Steinchen ein, sodass der Boden eben bedeckt ist. Als nächstes habe ich eine Schicht Sukkulenten-Erde darauf gegeben, diese aber nicht angedrückt, sondern einfach locker drauf gestreut.

Danach habe ich die Sukkulenten vorsichtig aus ihren Anzucht-Töpfchen gedrückt (einfach seitlich von allen Seiten leicht drücken, dann kommen sie ganz einfach raus) und – ohne das Wurzelwerk zu beschädigen – das meiste der Aufzucht-Erde entfernt. Vor allem habe ich versucht die meiste Erde von unten her wegzunehmen, damit die spätere Erdschicht, in der die Sukkulenten dann sitzen, nicht zu hoch wird. Die »alte« Erde habe ich dann zur Seite, diese benötigen wir nicht mehr.

Stattdessen setzen wir jetzt die Sukkulenten, so wie es uns gefällt, in das Gefäß und fangen an, vooorsichtig (das kann sonst weh tun) mit immer mehr Erde die Sukkulenten einzupflanzen und anzudrücken. Wenn das gemacht ist, ist die meiste Arbeit eigentlich schon getan.

Jetzt könnt ihr, je nach dem wie es euch gefällt, erst noch mit etwas Erde auffüllen, sodass wieder alles ein Niveau hat, oder ihr fangt an die restlichen Steinchen bzw. den Sand so zu verteilen, dass man nichts mehr von der Erde sieht. Das ist nochmal eine ziemliche Fummelarbeit, bei der man auch aufpassen muss, dass sich die Steinchen nicht in den Kakteen verhaken und man wirklich jedes Erdfleckchen bedeckt. Aber danach seid ihr fertig und könnt euer Werk präsentieren!

Hier ein bisschen Inspiration für eurer eigenes Terrarium, die ich auf Pinterest gefunden habe:

Ein bisschen Inspiration für eurer eigenes Terrarium, die ich auf Pinterest gefunden habe.

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Nach vielleicht einer halben Stunde Arbeit habt ihr dann ein eigenes kleines Sukkulenten-Terrarium, welches sich wirklich sehen lassen kann!

Was das Gießen angeht: hier muss ich selbst ein wenig ausprobieren. Ich gehe aber davon aus, dass man Zimmer-Sukkulenten nicht zu sehr gießen darf, denn sonst faulen und sterben sie ab. Auf zuhause.de findet man folgenden Tipp:

Zum Gedeihen benötigen die Sukkulenten unbedingt einen hellen und sonnigen Standort. […] Im Sommer sollte man Sukkulenten zwar wenig, aber doch regelmäßig gießen. Zwischen den einzelnen Wassergaben muss das obere Substrat vollständig austrocknen. […] Im Winter wird das Gießen eingeschränkt. Dann genügt eine Portion Wasser im Monat. Grundsätzlich gilt, dass lieber zu wenig als zu viel gegossen werden sollte.

Ich denke, daran werde ich mich erstmal halten. Ich habe ja schon länger eine Art Aloe Vera hier stehen und auch diese lebt noch, auch wenn ich sie wirklich sehr wenig gieße. Gleiches gilt für die große Schale Sukkulenten, welche ich im Badezimmer stehen und vor laaanger Zeit von meinem Onkel geschenkt bekommen habe. Auch diese gieße ich kaum und sie leben trotzdem noch.

Wenn ihr euch ein eigenes Sukkulenten-Terrarium anlegt, würde ich mich über eure Bilder oder Posts sehr freuen! Verlinkt diese gern in den Kommentaren.

Katharina

Ich bin Jahrgang ‘89, »digital native« und arbeite als Web-Entwicklerin in Frankfurt. Ich mag Webdesign, Fotografie, mein iPhone, Cookies und Latte Macchiato.

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