Was ist schon wichtig? Über das Bloggen und die Wirkung nach außen.

Lange saß ich nun da und habe überlegt, worüber ich bloggen kann. Kein Thema erscheint mir jedoch wichtig oder teilenswert genug. Schließlich möchte ich ja zu meinen Beiträgen stehen und sie auch selbst gut finden. Aber irgendwie hat mein eigener Anspruch mal wieder für eine Schreibblockade gesorgt. Und jetzt sitze ich hier und tippe diese Zeilen darüber, dass mir eigentlich nichts gut oder wert genug erscheint darüber zu schreiben.

Vielleicht ist das Problem aber auch nicht, dass mir nichts wichtig genug erscheint, vielleicht ist das Problem ein anderes. Nämlich, dass es quasi zu viel gibt, über das ich schreiben möchte/könnte, und ich gar nicht weiß, wann und womit ich anfangen soll?

Ich lese viele Blogs, wirklich, zu den verschiedensten Themen. Und jeder hat seine Daseinsberechtigung. Ob es nun ein Mode- oder Technikblog ist, ein persönlicher, ein Baby-, Beauty-, Einrichtungs- oder ein Reiseblog. Und wenn ich dann meinen eigenen ansehe, frage ich mich oft: »Und was für einen Blog führst du da?«

Eigentlich schreibe ich über alles (und möchte auch über alles schreiben), das mich in meinem Leben irgendwie beschäftigt: unsere Wohnung und ihre Einrichtung, Web Development, Kochen und Backen, Technik im Allgemeinen, Design, aber auch ein kleines bisschen Beauty (Haut- und Haarpflege). Es gibt so vieles, über das ich schreiben möchte, aber ich weiß nicht, ob es so toll ist, einfach alles mögliche in einen Blog zu stecken oder es thematisch aufzuteilen. Meine Interessen sind so divers, dass ich es für sehr schwierig halte, mir so etwas wie eine Leserschaft aufzubauen. Denn diese Leserschaft müsste ja quasi die gleichen Interessen haben wie ich, damit sie wieder kommen.

Gibt es unter meinen Lesern eine/n, die/der sich für die gleichen Dinge interessiert wie ich? Den es auch nicht stört, einfach alles durcheinander querbeet zu lesen?

Ich bin hier noch sehr unentschlossen. Als ich diesen Ghost-Blog aufgebaut habe, war mir das nicht so bewusst, aber jetzt, wo ich eigentlich regelmäßig bloggen möchte, weiß ich aber gar nicht, ob das mit so vielen Themen überhaupt möglich ist … denn ich möchte ja, wie eigentlich fast jeder Blogger, auch Feedback zu dem, was ich da schreibe. Und wenn ich zu viel zu Thema A schreibe, dann verliere ich vielleicht jemanden, der wegen Thema B regelmäßig hierher kam.

Aber nun mal (fast) völlig losgelöst von der Themenfrage: möchte ich beispielsweise wirklich, dass (m)ein zukünftiger Arbeitgeber (Bereich »Web Development/Technik« meines Lebens) weiß, dass ich mehr als drei Sätze einer Couch gewidmet habe? Ist mir das vor diesem Teil meines Lebens dann nicht irgendwie unangenehm oder gar peinlich? Sollte ich solche, für andere Menschen »unwichtigen« Themen, vielleicht woanders behandeln? Einem anonymen Blog?

Aber andererseits: Muss man sich wirklich für einen Beitrag über eine paar Couchkissen schämen? Und wenn mich deswegen wirklich jemand jemals ansprechen sollte – dann weiß ich ja eigentlich auch, was ich von diesem jemand zu halten habe, wenn er mich deswegen in eine Schublade steckt oder sonst wie verurteilt, oder?

Habt ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht, welche Außenwirkung euer Blog hat? Und seid ihr glücklich darüber und könnt zu 100% dazu stehen?

Jetzt ging dieser Beitrag irgendwie in eine total andere Richtung, als ich eigentlich geplant hatte. Aber manche Dinge kann man einfach nicht planen. In diesem Sinne: Ich hoffe, ich sehe/lese euch bald wieder.

(Bildquelle: Kyle Anderson via unsplash.com)

Katharina

Ich bin Jahrgang ‘89, »digital native« und arbeite als Web-Entwicklerin in Frankfurt. Ich mag Webdesign, Fotografie, mein iPhone, Cookies und Latte Macchiato.

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