Kurztrip: ein Wochenende in Amsterdam

»Het gras aan de andere kant van de heuvel is altijd groener.« – oder auf deutsch: »Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer besser.« Ungefähr so fühle ich mich, wenn ich mich an unser letztes Wochenende zurück erinnere. Alles an Amsterdam ist besser als in Frankfurt: die Menschen sind viel freundlicher, die Architektur ist einfach wunderschön, es gibt so viel leckeres Essen an jeder Ecke, und die Wohnung … aber eins nach dem anderen.

Wie in meinem Blogbeitrag von vor etwa drei Wochen erwähnt, war ich nun zwei Wochen alleine zuhause. Umso mehr habe ich mich auf das Wochenende in Amsterdam gefreut, an dem ich meinen Freund wieder sehe und wir uns zusammen die Stadt ansehen. Von diesem Kurztrip möchte ich euch heute erzählen.

Wider allen Erwartungen fuhr mein ICE ohne Probleme durch – bis auf eine halbe Stunde Verspätung, die ich aber bei der Bahn mittlerweile als normal empfinde. In Amsterdam Centraal (dem Hauptbahnhof) angekommen, schrieb mir mein Freund, dass er auch gleich da sei. Und so fanden wir uns recht schnell und das (meiner Meinung nach) Schlimmste war überstanden.

Der nächste Schritt bestand darin, mir eine sogenannte »ov chipkaart« zu besorgen. Das ist eines der coolsten Dinge an Amsterdam: man holt sich für 7,50 € so eine Plastikkarte, die man per Prepaid-Verfahren auflädt. Mit dieser checkt man dann in Bus und Tram beim Einsteigen ein, indem man sie an ein Lesegerät im Gefährt hält. Beim Aussteigen muss man die Karte erneut an ein Lesegerät halten, um wieder auszuchecken. So kann man ohne Probleme durch die Gegend fahren und muss nicht dauernd neue Tickets lösen.

Auf diesem Weg (und Dank der tollen Beschreibung unserer Hostess Lokke) sind wir dann nach 20 Minuten an unserer Bleibe für dieses Wochenende angekommen – unsere über Airbnb* gemietete Wohnung!

Mein Freund und ich auf dem Balkon unserer via Airbnb gemieteten Wohnung.

Sie war in echt noch viel schöner als auf den Fotos, und so sauber, und wir hatten einfach alles, was wir brauchten! Wir durften uns am Kühlschrank bedienen, bekamen sogar eine Flasche Wein und Brownies von Stach geschenkt – so yummy! Stach ist sowieso eine große Empfehlung. Nachdem wir einen Tag später selbst dort waren und uns die Auswahl an gesunden Suppen, Salaten, Süßigkeiten (haha), Sandwiches und Kaffee überzeugt hatte, hätte ich am liebsten den ganzen Laden leer gekauft! Hier ein paar Impressionen.

Am Abend haben wir dann nicht mehr sehr viel gemacht. Wir waren noch in einem Albert Hein, ein mit Rewe vergleichbarer Supermarkt, der auch eine tolle Auswahl an Lebensmitteln hat. Obst und Gemüse sind dort sooo günstig im Vergleich zu Deutschland! Ich habe mir zum Abendessen einen Falaffelwrap mit Hummusdip mitgenommen, mein Freund entschied sich für eine TK-Pizza. Als Nachtisch nahmen wir uns noch 400g Obstsalat mit. Außerdem deckten wir uns noch mit zwei Flaschen Wasser und einer Flasche Saft ein. Danach ging es nur noch auf die Couch und dann ins Bett.

Die erste Nacht war der Horror, weil sich ein fliegendes Mistvieh ins Schlafzimmer verirrt hatte und meinte mich total verstechen zu müssen. Ich bin ja leider Gottes auf Mückenstiche allergisch und so habe ich die nächsten Tage mit Schwellungen und Schmerzen verbracht. Aber das war gar nicht so wild, da ich ja sowieso total erkältet war. Noch schlimmer konnte es also nicht mehr kommen.

Den Samstag haben wir mit einer Tramfahrt sowie einem Spaziergang durch die City begonnen, wo wir dann in De Vergulde Lantaarn gefrühstückt haben. Ich nahm ein »Dutch Breakfast«, mein Freund ein Sandwich mit Bacon und Pommes (es war schon 11 Uhr, also fast Mittagsessenszeit, daher ist das verkraftbar!). Ansonsten sind wir den ganzen Tag durch die Gegend gelaufen, haben uns kleine und große Läden und Parks angesehen und so insgesamt ca. 15km zu Fuß hingelegt. Nicht schlecht, oder?

Impression aus Amsterdam

Zwischendurch haben wir uns bei Stach ein leckeres Salted Caramel Pralinchen gegönnt. Am Nachmittag hat es dann etwas geregnet, deswegen waren wir ein paar Stunden wieder in unserer Wohnung. Aber gegen Abend sind wir dann nochmal los, auf der Suche nach etwas Essbarem. Das haben wir dann auch in der Bar Baarsch gefunden. Dort gab es unheimlich leckere Burger und total gutes Ginger Beer (was nicht wirklich Bier, sondern eher Limonade war):

Das erste Ginger Beer meines Lebens. Es war sehr lecker! Und ein sehr leckerer Burger von Bar Baarsch.

Die Burger waren mit 14,90 € nicht ganz günstig, aber wirklich gut! Dazu der hausgemachte Ketchup und gute Pommes, was will man mehr?

Nach diesem ausgiebigen Mahl haben wir – trotz dass wir schon den ganzen Tag gelaufen sind – noch einen kleinen Abendspaziergang gemacht. Auf dem folgenden Bild seht ihr übrigens den typischen Amsterdamer Eingangsbereich eines Mehrparteienhauses. Ja, die Türen sind wirklich so klein und schmal!

Nicht unsere Wohnungstür. Sie sah aber genauso aus.

Danach sind wir dann wieder auf der Couch versackt. Die zweite Nacht war übrigens um einiges besser, weil ich das Mistvieh, das mich so verstochen hatte, erlegte und nun ohne Angst vor weiteren Stichen schlafen konnte.

Am Sonntag schliefen wir aus und genossen die Zeit zu zweit in dieser fremden Wohnung in einer fremden Stadt. Wir machten uns langsam fertig, packten unsere Sachen zusammen, um dann (ohne die Sachen) die Wohnung zu verlassen und erneut frühstücken zu gehen. Diesmal wollten wir aber etwas anderes ausprobieren und so liefen wir zu Bagels & Beans, einem Bagelladen mit echt toller Auswahl. Wie ich gerade festgestellt habe, scheint es auch eine Filiale in Aachen zu geben. War schonmal jemand von euch dort?

Frisch gestärkt liefen wir zurück zur Wohnung, nahmen unsere Sachen in die Hand und begaben uns auf den Weg zum Bahnhof. Eigentlich wollte ich meine ov chipkaart dort mit dem Restguthaben verschenken, fand aber keinen dankbaren Abnehmer. Offenbar gibt es das hier nicht wie in Frankfurt oder Berlin, wo die Leute offen auf einen zukommen und fragen ob man noch ein Ticket zu verschenken hat …

Kurz zur Rückreise: Wir fuhren bis nach Köln mit dem IC/ICE über Utrecht, um dann in Köln (bzw. schon vorher) festzustellen, dass der Zug ab da an nicht mehr fährt. In weiser Voraussicht hatte ich aber schon Samstag morgen einen Mietwagen bei Sixt reserviert, damit wir das letzte Stück von Köln bis nach Hause auf keine streikbedingten Probleme stoßen. Und so war es dann auch – wir waren insgesamt 3 Stunden eher zuhause als wenn wir regulär weiter gereist wären (Dank Streik wahrscheinlich noch VIEL später).

So und das war er dann, unser Trip nach Amsterdam. (Ha, das reimt sich!) Es ist eine wunderbare, wunderschöne Stadt und ich möchte auf jeden Fall nochmal hin und mir zum Beispiel den Hafen ansehen. Airbnb kann ich euch nur empfehlen, die Bahn vielleicht eher weniger, vielleicht fliegen wir das nächste Mal doch eher. Alles in allem war es eine tolle Erfahrung und ein schönes Wochenende!

P.S.: Zum Thema Fotos … ich habe nicht sehr viele gemacht, dafür einfach die Stadt genossen. Eines der wenigen, mit der Spiegelreflex aufgenommenen Bilder seht ihr im Kopfbereich. Alle anderen habe ich mit dem iPhone gemacht, was mir persönlich als Erinnerung auch genügt. Ich habe weder den Ansporn noch die Ausrüstung, um ernsthafte Fotos zu machen, wenn ihr wisst, was ich meine …

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Katharina

Ich bin Jahrgang ‘89, »digital native« und arbeite als Web-Entwicklerin in Frankfurt. Ich mag Webdesign, Fotografie, mein iPhone, Cookies und Latte Macchiato.

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