Blogger für Flüchtlinge – #BloggerFuerFluechtlinge

Heute gibt es mal ein etwas ernsteres Thema auf dem Blog. Ich weiß, ich bin nicht gerade aktiv, was das Bloggen angeht, schon gar nicht in letzter Zeit. Ich denke, dass das auch daran liegt, dass einfach sooo viel passiert in den letzten Wochen und Monaten, was mich einfach nicht mehr so unbeschwert sein lässt, als dass ich einen Kopf für solche »Nichtigkeiten« oder Hobbies wie diesen Blog hier habe.

Eine Thematik, die mich auch beschäftigt – wie vermutlich viele von euch – ist die aktuelle Flüchtlingskrise. Ich sage es gleich zu Anfang und ganz ehrlich: ich bin kein politischer Mensch. Das heißt, ich lese nicht gerne Nachrichten, die sich um politische Themen drehen, einfach, weil mir vieles zu komplex erscheint und ich keine (öffentliche) Meinung zu etwas haben möchte, von dem ich nicht alle Fakten kenne. Versteht ihr, was ich meine?

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Kresse halten!

Und da die Welt ziemlich groß ist und ich ein ziemlich kleiner Mensch, fällt es mir oft schwer, immer up-to-date zu bleiben. Außerdem denke ich, geht es mir wie vielen von euch auch: man hat seine eigenen Problemchen, seine eigene Welt, in der man lebt, und so kommt man selten dazu, sich über das »Große Ganze« Gedanken zu machen.

Tritt nun aber so ein »politisches Problem« wie die aktuelle Flüchtlingssituation in unser eigenes Leben (zum Beispiel indem in eurer Nachbarschaft Flüchtlinge in Heime einziehen und ihr diese öfter zu Gesicht bekommt), so wird ein globales Problem auch uns selbst bewusst und wir sind persönlich davon betroffen.

Was für Möglichkeiten haben wir nun?

a) Es ist und einfach egal und wir ignorieren das Problem. Ja, das kann man so machen. Aber spätestens, wenn eine Turnhalle in eurem Heimatort niedergebrannt wird, sollte einem klar werden, dass es nichts bringt, den Kopf in den Sand zu stecken. Früher oder später betrifft euch das Problem direkt, indem ihr dann zum Beispiel vor Feuer oder ähnlichem fliehen müsst.

b) Aktiv werden. Um aktiv zu werden, muss man nicht gleich auf die Straße gehen und demonstrieren. Es genügt schon, einfach zwischenmenschlich aktiv zu werden. Schaut die Flüchtlinge nicht abfällig an, wenn ihr einen seht. Seid freundlich, fragt, ob ihr helfen könnt. Ob sie etwas brauchen. Wie es ihnen geht. Ich denke, das Interesse für einen Menschen zeigt diesem Menschen, dass nicht alle so sind wie der typische AfD-Wähler. Und wenn euch das alles aus irgendeinem Grund nicht geheuer ist, dann spendet Geld. Ohne Mist, niemand verurteilt euch, wenn ihr nicht der typische Demonstrant oder Menschenfreund seid. Wenn ihr etwas Geld übrig habt, spendet es.

Warum spenden?

Kommt mir nun bitte nicht mit »Die brauchen doch gar kein Geld, die haben doch eh das neueste Smartphone, wieso verkaufen sie das nicht und holen sich etwas Günstigeres?«.

Ohne Mist, denkt doch bitte mal nach. Wenn jemand euer Haus zerbomben würde, was würdet ihr retten und mitnehmen? Richtig, euer Handy, egal welche Marke es ist. Nicht alle Flüchtlinge waren schon immer arm, es gibt durchaus auch eine Mittelschicht, die sich ein iPhone, etc. leisten konnte. Und wenn sie nun alles, außer ihr Smartphone, verloren haben, sind sie nicht mehr Mittelschicht, dann sind sie arm und benötigen Hilfe. Also lasst ihnen doch das einzige Kommunikationsmittel, was sie noch zum Nach-Hause-Telefonieren haben und unterstützt sie – mit Geld, Essen, Klamotten, eurem Ohr, etc. Ihr würdet euch doch genauso über Hilfe oder ein offenes Ohr freuen, wenn es euch so ergangen wäre, oder?

So, genug jetzt. Das war etwas, über das ich schon lange einmal schreiben wollte, wozu ich aber nie Zeit hatte. Doch nun dachte ich mir: »Hey, du hast eintausend Besucher dieses Blogs im Monat. Was, wenn nur einer davon diesen Eintrag liest und so vielleicht das Leben auch nur eines Flüchtlings verbessern kann?« Das hielt ich für eine schöne Idee, und darum gibt es nun diesen Post. Auch wenn ihr kein Geld, aber einen Blog habt, schreibt über die Idee #bloggerfuerfluechtlinge, teilt den Grundgedanken und erreicht so eure Leser. Und wenn ihr Geld habt, spendet es hier.


Katharina

Ich bin Jahrgang ‘89, »digital native« und arbeite als Web-Entwicklerin in Frankfurt. Ich mag Webdesign, Fotografie, mein iPhone, Cookies und Latte Macchiato.

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