/ Technik

Running Routine – Mein persönliches Tracking-Setup

Wer auf Facebook mit mir befreundet ist, wird mitbekommen haben, dass ich die letzten Monate diverse Tracking-Apps unter iOS für mich und meine Bedürfnisse getestet habe: Runtastic, Strava und MapMyRun. In diesem Blogpost möchte ich euch mein aktuelles Setup, welches für mich persönlich sehr gut funktioniert, näher bringen.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht: »Warum hast du dir nicht andere Apps, wie zum Beispiel Nike+ oder Runkeeper angesehen?« Ganz einfach:

  • Bei Runtastic hatte ich mich bereits 2013 angemeldet und daher dort bereits eine große Anzahl an Freunden.
  • Auf Strava bin ich auch schon durch mehrere Freunde aufmerksam geworden und habe dort auch ein paar Freunde geaddet.
  • MapMyRun war die Empfehlung eines Läufers, den ich über Twitter kennen gelernt habe. Dort habe ich zwar fast keine Freunde, aber die App an sich ist klasse. Mehr dazu weiter unten.

Von den anderen Apps hatte ich zuvor nichts innerhalb meiner Blase gehört. Außerdem vergleicht sich doch jeder von uns gern mit anderen – und grade hier ist das ein großer Ansporn für mich! Deswegen beschränkt sich meine Review auf diese drei Apps. Falls ihr dennoch einen kurzen Überblick über alle gängigen Apps wünscht: In diesem Blogpost von Lifehacker werden die fünf meistgenutzen Apps vorgestellt.

Meine aktuelle Lauf-Routine

Bevor ich jetzt auf die Nutzung der Apps eingehe, vielleicht ein paar kurze Infos dazu, wie viel, schnell und wo ich laufe.

Ich bin ja noch Anfänger und gerade deshalb noch dabei meine Grundkondition aufzubauen. Deswegen bin ich noch seeehr langsam unterwegs und achte dabei sehr auf meine Herzfrequenz.
Im Schnitt dümpele ich bei einer Pace um die 9:00 min/km herum; das bedeutet, ich brauche ca. 9 Minuten für einen Kilometer. Diese Geschwindigkeit halte ich aktuell ganz gut 30-40 Minuten am Stück durch. Meine Herzfrequenz ist in dieser Zeit bei ca. 175 BPM (= Schlägen pro Minute).

Einige von euch würden jetzt sagen »Das ist aber sehr hoch!«. Allerdings scheint meine HFmax (maximale Herzfrequenz) auch höher zu liegen als bei anderen, daher relativiert sich das wohl wieder – das habe ich mir zumindest angelesen.

Ich jogge aktuell ein bis zweimal die Woche etwas mehr als vier Kilometer, dabei habe ich eine Tages- und eine Nacht-Laufstrecke für mich gefunden, die ich je nach Tageszeit für etwas Abwechslung bzw. Sicherheit wähle.

Mein Ziel für 2018 wäre es, 2× die Woche 10 Kilometer am Stück joggen zu können – erstmal egal in welcher Geschwindigkeit. Also lasst uns mal nächstes Jahr um diese Zeit gucken, wie weit ich mit meinem Vorsatz gekommen bin.

Musik während des Laufs: Spotify Running

Damit ich meine Pace halten kann und nicht zu schnell oder zu langsam werde, nutze ich die BPM-Funktion von Spotify. Dazu bewegt man sich innerhalb der App auf dem Explore-Tab nach unten bis zu Kachel »Running«, dort wählt man eine Playlist aus. Wenn Spotify einen dann auffordert loszulegen, einfach auf »Überspringen« drücken, sodass man seine eigene BPM-Zahl einstellen kann. Fertig! Schon werden nur noch Lieder gespielt, die zum eigenen Zieltempo passen.

Der Nachteil an diesem Setup ist, dass ich so das iPhone immer zum Laufen mitnehmen muss, weil es immer noch keine Standalone-App von Spotify für die Apple Watch gibt. Aber sooo schlimm finde ich das nun nicht.

Die grobe Steuerung der Spotify-App kann ich während des Laufs über die Watch vornehmen (immerhin!). Das betrifft bei mir aber nur die Lautstärke. Lieder überspringen kann ich mithilfe eines Doppeltaps auf meinen rechten Airpod. Die liebe ich übrigens sehr zum Joggen!

Tracking meiner Aktivitäten (während des Laufs)

Ich habe alle drei der oben genannten Apps ausprobiert und deren verschiedene Funktionen sowohl mit der Watch-App (für meine Apple Watch) und der iPhone-App getestet. Außerdem habe bzw. hatte ich auch jeweils eine Premium-Mitgliedschaft für jede der Apps, um sie tatsächlich im vollen Funktionsumfang nutzen zu können.

Runtastic

Zu Anfang habe ich Runtastic benutzt. Damit war ich eigentlich auch sehr zufrieden, bis zu dem Punkt, als Runtastic seine Apps umstrukturierte.
Vorher gab es eine iPhone-App mit einer Watch-App, die aber nur ein weiteres Display für das iPhone war. Getrackt wurde mit dem GPS-Sensor des iPhones.
Nach dem Update gab es auf einmal eine Standalone-Watch-App und eine bestehende iPhone-App. Diese »neue« Watch-App hatte einige Funktionen, die ich vorher schätzte, nicht mehr. So konnte und wollte ich mit der App nicht weiter meine Läufe tracken. Da die meisten meiner Freunde ihre Erfolge aber in der App teilten, konnte ich nicht so ganz ohne Runtastic, weswegen ich bis heute meine Aktivitäten nach dem Lauf dort hin teile. Wie ich das mache, dazu mehr weiter unten.

Kleiner Hinweis am Rande: Seit heute gibt es die Option innerhalb der App zu wählen, ob man eine eigene Watch-App nutzen möchte oder die Variante mit dem zweiten Bildschirm (Quelle: Runtastic). Yay! Eventuell gebe ich Runtastic somit nochmal eine Chance.

Strava

Nachdem ich mit Runtastic nicht mehr zufrieden war, wollte ich Strava eine Chance geben. Allerdings gab es hier schon ein Problem, welches weitere Tests für mich unmöglich machte. Und zwar werden die regelmäßigen Durchsagen nicht wie erwartet über die Kopfhörer ausgegeben (wo auch Spotify ausgegeben wird), sondern über die Lautsprecher der Watch. So bringt mir das natürlich gar nichts!
Ich habe das Problem schon an Strava gemeldet, deren Antwort war, dass ich die Strava-App auf dem iPhone nutzen muss, wenn ich die Audioausgaben über meine Airpods haben möchte. Das ist für mich aber keine Lösung, da ich so keine Herzfrequenz getrackt bekomme.

MapMyRun

Wie weiter oben schon erwähnt, mag MapMyRun nicht sooo bekannt sein unter den Hobby-Läufern. Das ist aber sehr schade, denn ich liebe den Audio-Coach sehr! Man kann die eigenen Herzfrequenz-Zonen festlegen und diese zum Beispiel alle 30 Sekunden über die Kopfhörer ausgeben lassen. So stelle ich sicher, dass meine Herzfrequenz nicht zu hoch wird, da ich meine Geschwindigkeit direkt anpassen kann und auch nach weiteren 30 Sekunden Feedback erhalte, ob ich mich gebessert habe. Nach jedem Kilometer lasse ich mir den aktuellen Zwischenstand des Trainings ausgeben – alos Gesamt-Distanz, Gesamt-Zeit, durchschnittliche Pace und die aktuelle Herzfrequenz. Das funktioniert für mich einfach sehr gut.

Aus diesem Grund tracke ich jedes Training aktuell mit MapMyRun. Um meine Freunde bei Strava und Runtastic auf dem Laufenden zu halten, habe ich eine Zeit lang manuell jedes Training bei MapMyRun exportiert und in Runastic und Strava importiert. Doch auch hierfür gibt es eine tolle App, die dieses Sharing vereinfacht:

Teilen meiner Aktivitäten (nach dem Lauf)

Um alle meine Social Running Networks (oder wie man sie nennt?) auf dem gleichen Stand zu halten, nutze ich die App RunGap. Obwohl sie im ersten Moment kostenlos aussieht, muss man für die Sharing-Funktion die »Swag Bag« kaufen (was ein Name!). Dort zahlt man für 3 Monate 1,99€, was es mir für die Aufwandsersparnis aber wert ist.

Die Sharing-Funktion von RunGap enthält ungefähr alle Social Running Networks der Welt.

Man wählt dort einfach seine Netzwerke aus, tappt auf »Share«, wartet und fertig! Noch einfacher geht es wohl kaum.


So, das war es nun erstmal zu meiner Running Routine bezogen auf die App-Nutzung und das Sharing der Aktivitäten. Wenn ihr mögt, schreibt mir doch gern auf Twitter, welche App ihr nutzt und warum! Das würde mich sehr interessieren. Und wenn ihr noch Fragen habt, meldet euch ebenfalls gern!

Katharina

Katharina

Ich bin Jahrgang ‘89, »digital native« und arbeite als UX Developerin in Frankfurt. Ich mag Webdesign, Fotografie, mein iPhone, Cookies und Latte Macchiato.

Read More